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SAVAS
Seating, der Hersteller der neuen Gabelstaplerserie Columbus (mit AGR
Gütesiegel), präsentiert auf der Logimat in Stuttgart (19. - 21. Februar 2008)
seinen besonders niedrigen luftgefederten Gabelstaplersitz mit automatischer
Gewichtseinstellung und (auf Wunsch) eingebautem Schwingungsmesser.
Der Columbus ultra low-air ist ein besonders niedriger luftgefederter
Sitz mit automatischer Gewichtseinstellung, der auch die Schwingungen
registriert, die durch die Arbeitsbedingungen entstehen und an den Körper des
Fahrers weitergegeben werden. Wozu wird ein solcher Sitz benötigt?
Gesetzgebung
Im Juli 2005 ist eine neue europäische Vibrationsrichtlinie in Kraft getreten,
die Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitnehmern dazu verpflichtet, den Grad der
Vibrationsbelastung in die RI&E (Ermittlung und Bewertung der Risiken)
aufzunehmen, wenn Anlass zur Vermutung besteht, dass dieser über dem Auslösewert
liegt. Die Kontrolle und Einhaltung dieses Gesetzes wurde in den letzten beiden
Jahren stichprobenartig in Gang gesetzt. Die ersten Bußgelder wurden auferlegt.
Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile auch Schadenersatz an Arbeitnehmer
gezahlt werden muss, ist es wahrscheinlich, dass die Kontrolle intensiviert
wird. Schließlich geht es um die Gesundheit von Menschen.
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Wie sieht die Vorschrift aus? Das Gesetz legt fest, wann ein Vibrationsmaß als
schädlich eingestuft werden kann. Um Arbeitgebern die Möglichkeit zu bieten, zu
handeln, bevor ein Bußgeld auferlegt wird, wird zwischen einem
Expositionsgrenzwert und einem Auslösewert unterschieden.
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Expositionsgrenzwert und Auslösewert
Der Expositionsgrenzwert (strafbar) ist von Land zu Land
unterschiedlich. In den Niederlanden gilt eine Grenze von 1,15
m/s 2 , in Deutschland sogar eine besonders niedrige Grenze von
0,8 m/s 2 . Unabhängig vom geltenden Expositionsgrenzwert
beträgt der Auslösewert jedoch überall 0,5 m/s 2 . Bei Erreichen
dieses Werts ist man verpflichtet, Verbesserungsmaßnahmen zu
treffen, die in der RI&E beschrieben werden müssen. 0,5 m/s 2
ist ein so geringer Wert, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich
ernsthaft Sorgen machen müssen. Zum Vergleich: Ein Personenwagen
auf einer relativ glatten Autobahn erreicht diesen Wert schon
sehr schnell. |
Arbeitsbedingungen
Unter Berücksichtigung des vorstehenden Werts ist es
verständlich, dass der Auslösewert bei etwas schwereren
Arbeitsbedingungen innerhalb von acht Stunden schnell erreicht
wird. Vor allem vibrierenden Fahrzeugen wie Gabelstapler und
andere interne Transport- bzw. Arbeitsmittel muss Aufmerksamkeit
geschenkt werden. Die Höhe der Vibrationsbelastung hängt unter
anderem vom Fahrzeug, dem Sitz, der Art und Dauer der Arbeit
sowie den Arbeitsbedingungen ab. |
SAVAS verfügt über Messapparatur, die einfach erkennen kann, wie hoch der Wert
ist, indem ganz einfach eine Messplatte auf einen Sitz gelegt wird und eine
bestimmte Zeit lang so realistisch wie möglich die Arbeitsstrecke befahren wird.
Über RFID (Funk-Frequenz-Identifizierung) kann der Wert abgelesen werden. Jeder
SAVAS-Berater verfügt über ein solches Messgerät und kann diesen Wert nach einer
Probefahrt vor Ort sofort ablesen.
Der Sitz kann jedoch auch mit einem Schwingungsmesser mit einer visuellen
Anzeige versehen werden. Diese Anzeige informiert den Fahrer unmittelbar über
die Auswirkung seines Fahrverhaltens auf die Vibrationsbelastung. Durch die
visuelle Anzeige mit orangefarbenen, grünen und gelben Leuchtdioden für die X-,
Y- und Z-Achsen, die ununterbrochen aufleuchten, sieht der Fahrer sofort, wo er
Probleme verursacht. Er sieht auch, was er bewirkt, wenn er sein Fahrverhalten
anpasst. Es ist sogar möglich, das Fahrverhalten des Fahrers über die Technik zu
steuern. Bei Rot fährt das Fahrzeug dann zum Beispiel automatisch langsamer...
Diese Anzeige ist eine gute Hilfe, wenn die sonstigen Bedingungen im Prinzip in
Ordnung sind und nur das Verhalten des Fahrers beeinflusst werden muss. Wenn die
Bodenfläche zum Beispiel schlecht ist, müssen drastischere Maßnahmen getroffen
werden.
Automatische Gewichtseinstellung
Neben dem richtigen Material und den richtigen Bedingungen gibt es noch eine
weitere Voraussetzung, die erfüllt werden muss, um optimale und gesunde
Bedingungen zu erhalten: die Einstellung des Sitzes. Das Gewicht ist von Person
zu Person unterschiedlich und deshalb muss das Gewicht eingestellt werden, damit
ein Sitz optimal federt. Untersuchungen haben ergeben, dass ca. 80 % der
Gabelstaplerfahrer den Sitz nicht nach Gewicht einstellen. Fahrer sitzen oft auf
einem mechanisch gefederten Sitz, der nicht oder kaum eingestellt wird. Deshalb
versieht SAVAS all seine Gabelstaplersitze ab dem 01. März standardgemäß mit
einer automatischen Gewichtseinstellung. Der Fahrer braucht den Sitz nie mehr
einzustellen und der Arbeitgeber braucht nicht mehr zu befürchten, dass er für
Rückenbeschwerden, die durch die Arbeit entstehen, haftbar gemacht wird.
Luft- und mechanisch gefederte Sitze
[…] Die richtige Einstellung des Sitzes ist von entscheidender
Bedeutung, um Schwingungen auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Ein
zu weich eingestellter Sitz führt zu einer viel höheren
Vibrationsbelastung als ein hart gefederter Sitz. Dies spricht
für den Einsatz von Gabelstaplersitzen, die einfach und
eindeutig auf das richtige Gewicht des Fahrers eingestellt
werden können. Beide Testfahrer bevorzugen einhellig den Sitz*
mit Luftfederung, der sich selbst einstellt und automatisch die
richtige Dämpfung regelt.
Quelle: BMWT Untersuchung von Körperschwingungen auf
Gabelstaplern vom 29. September 2006
* Es wird auf den luftgefederten SAVAS // Columbus verwiesen,
der sich automatisch selbst einstellt |
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